Pensionierte Lehrer lernen das Selterswasser-Original kennen

Norbert Zabel hat 25 Seniorinnen und Senioren der GEW-KV's Oberlahn und Limburg das Selterswassermuseum in Niederselters vorgestellt.

 

Zabel, ehemaligeer Lehrer und Exbürgermeister von Selters/Taunus, gilt als Initiator des einzigartigen Industrie- und Kulturdenkmals in Niederselters, seit 2001 im Besitz der Gemeinde. Er berichtet 25 interessierten pensionierten Lehrerinnen und Lehrern, dass mit 6,7 Millionen Euro aus Fördertöpfen der BRD, der EU und des Landes Hessen die Jugendstilgebäude umfassend renoviert und umgestaltet werden konnten. Aus der alten Lagerhalle werden ein Museum, zwei Gesellschaftsräume und eine Kinderkrippe, im ehemaligen Bürogebäude wird das Gemeindearchiv untergebracht. Im Außenbereich entsteht ein großzügiger Park. Vor allem der Brunnentempel aus 1907 ist ein Blickfang, heute der Ort, wo die Selterser Bürger für zwei Euro im Monat sich vier Kisten Wasser als "Haustrunk" abzapfen können. 

Die Gewerkschaftler um ihre Sprecher Maxi Ritter (Hadamar) und Jürgen Weil (Villmar) genossen  den Haustrunk, die "köstliche Arznei", das Selterswasser aus dem "berühmtesten Gesundbrunnen Deutschlands", wie es von Ärzten schon im 16. Jahrhundert genannt und später von Kurgästen, darunter auch Goethe, und Wasserhändlern geschätzt wurde. Es galt als Heilmittel gegen Lungenkrankheiten, Asthma, Nieren- und Blasenleiden.

Die historischen Dokumente und Exponate der Erfolgsgeschichte seit 1536 wurden besonders von den Hobbyhistorikern Norbert Zabel und dem kürzlich verstorbenen Eugen Caspari zusammengetragen und werden im Museum anschaulich präsentiert. Jürgen Weil dankte im Namen der applaudierenden Zuhörer Norbert Zabel für seine lebendige über zweistündige Darstellung kompakter historischer Erinnerungen. Die Frage "Sekt oder Selters?" war an diesem Ausflugstag für die Senioren in der GEW einstimmig beantwortet: Selters! (jw