Ende September machten wir uns zusammen mit Kollegen vom KV Oberlahn und dem KV Wetzlar für ein Wochenende auf den Weg nach Düsseldorf.
Mit 43 Personen erreichten wir gut versorgt im Doppeldeckerbus der Fa. Gimmler die NRW-Landeshauptstadt. Dort konnten wir direkt am kürzlich eindrucksvoll renovierten und erweiterten Kunstpalast aussteigen und besuchten unter anderen spannenden Exponaten die Ausstellung „Künstlerinnen- von Monje bis Münter“. Sie arbeiteten von 1819 bis 1919 in Düsseldorf. Zum Studium an der renommierten Kunstakademie wurden Frauen aber damals noch nicht zugelassen. Da sie über die Jahre in Vergessenheit gerieten, holt sie diese Ausstellung ins Licht der Öffentlichkeit zurück.
Danach stand eine Stadtrundfahrt mit einer überaus kompetenten Stadtführerin auf dem Programm. Sie unterhielt uns über eine Stunde und ließ die geänderte Fahrtroute (es gab eine Demo in der Stadt…) fast gewollt erscheinen. Sie zeigte uns unter anderem die linksrheinischen Stadtteile, die vorwiegend die japanische Bevölkerungsgruppe in Deutschland beherbergt. Über 8400 Japaner bereichern das kulturelle und wirtschaftliche Leben in Düsseldorf. Sie konnte uns in unnachahmlicher Weise die Geschichte der Stadt nahebringen. Wir hätten die Fahrt gerne noch fortgesetzt…
Den Abend verbrachten wir mit rheinischer Küche ….und riesigen Bildschirmen zur Fußballübertragung…im Restaurant „Himmel un Ähd“. Das Essen war ohne Ausnahme beeindruckend gut….
Am Sonntagmorgen ging es mit dem Bus in die Nähe von Neuss zum Museum Insel Hombroich. Wie in der Einladung beschrieben einer der bezaubernsten Kunstorte Europas.
Die Insel erfüllte alle Erwartungen, was nicht unwesentlich auch an dem strahlenden Sonnenschein lag, der uns den ganzen Tag begleitete. Das Konzept der Stiftung des Kunstsammlers Karl-Heinrich Müller, der 1982 den verwilderten Park erwarb, ist die Präsentation von Kunstobjekten in dezentralen Ausstellungsgebäuden und im Dialog mit der umgebenden Natur zu präsentieren.
Einlassen….ohne deutliche Wegbeschreibung oder Beschilderung…eine ganz neue Erfahrung! Die Resonanz unter unseren Mitfahrern war durchweg positiv. Allein die bunte Auenlandschaft tat ein Übriges, auch wenn man manchmal etwas ratlos vor einigen Exponaten stand….Wie gesagt: Einlassen war das Motto…
Die „Wanderer“ unter uns besuchten noch die ehemalige Raketenstation mit dem Kunst- und Ausstellungshaus der Langen Foundation. Auf dem Gelände arbeiten heute Komponisten, Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler.
Am Nachmittag brachen wir auf und erreichten gut gelaunt Limburg, Weilburg und Wetzlar.