GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Sun, 27 Sep 2020 15:41:25 +0200 Sun, 27 Sep 2020 15:41:25 +0200 TYPO3 EXT:news news-40 Tue, 30 Jun 2020 18:44:57 +0200 Grundschulkinder als Corona-Versuchskaninchen? https://www.gew-limburg.de/home/details/40-grundschulkinder-als-corona-versuchskaninchen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6ac512e8b151e7eceaae7bc7975fd928 Presseerklärung zur Ankündigung des Kultusministers über die Rückkehr zum Regelunterricht an Grund- und Förderschulen ab dem 22. Juni Der Kreisvorstand der GEW Limburg reagiert mit vollständigem Unverständnis und Entrüstung auf die Ankündigung von Kultusminister Lorz, dass in den letzten zwei Wochen vor den Sommerferien der Unterricht an den Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen wieder im Regelbetrieb stattfinden soll und alle bisher geltenden Abstandsregelungen aufgehoben werden. Die GEW erinnert daran, dass die ersten, zweiten und dritten Klassen gerade einmal seit dem 2. Juni überhaupt wieder in der Schule sind und somit erst seit einigen Tagen an die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln herangeführt werden. Das verlangt von den Lehrkräften großes Einfühlungsvermögen und Hartnäckigkeit. Und jetzt sollen sie von einem Tag auf den anderen in der Schule, in Gruppen von bis zu 25 Kindern, die bis zu 5 Stunden in engen, schlecht belüftbaren Räumen sitzen, nicht mehr gelten? Das ist aus Sicht der GEW Limburg Wasser auf die Mühlen all derer, die alle Vorkehrungen sowieso „für Mumpitz“ halten und untergrabe die Glaubwürdigkeit der Lehrerinnen und Lehrer.

„In den Wind geschossen“ sei auch der enorme Arbeitsaufwand der Schulleitungen und Kollegien, um mit Unterstützung der Schulträger die Räume für kleinere Gruppen herzurichten, Stundenpläne, Aufsichtspläne und Raumpläne nach immer wieder neuen Vorgaben herzurichten, die Eltern zu informieren und um ihr Verständnis für die pandemiebedingten Einschränkungen zu werben. Die GEW Limburg erinnert daran, dass beispielsweise für die vierten Klassen jetzt der vierte Organisations- und Stundenplan geschrieben werden soll. Die Frage, ob das in der Konsequenz wirklich zwei Wochen vor den Ferien notwendig ist, beantwortet die GEW mit einem eindeutigen Nein.

Das Vertrauen in den hessischen Kultusminister und seine Verlässlichkeit sei einmal mehr massiv „zutiefst erschüttert“, denn er habe in dem Erlass vom 7. Mai zur Öffnung der Grundschulen ausdrücklich geschrieben, dass alle Regelungen einschließlich der Vorgaben zu Gruppengrößen und Abstandsregeln „zunächst bis zu den Sommerferien Bestand haben“. Auch seine Zusage, zukünftig die Eltern und die Lehrkräfte rechtzeitig zu informieren und einzubeziehen, sei einmal mehr „keinen Fetzen Papier wert“. Besonders schwerwiegend sei auch der Vorwurf, der in den Grundschulkollegien unmittelbar nach der Ankündigung laut wurde, dass die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Grundschule hier als „Versuchspersonen“ für die Ausbreitung der Epidemie dienen sollen: „Offensichtlich will man auch in Hessen in den wenigen Tagen vor den Ferien Erfahrungen sammeln, wie sich die Aufhebung der Abstandsregeln auswirkt“. Die Ferien dienten dann als „Sicherheitspuffer“. Die GEW Limburg ist sich sicher, dass auch Eltern nur wenig Verständnis für diese Entscheidung haben. Viel wichtiger als die symbolische Öffnung der Schule an zehn Unterrichtstagen sei eine verantwortungsvolle und verlässliche Planung für das nächste Schuljahr, die alle Möglichkeiten berücksichtigt, das heißt sowohl eine weitgehende Rückkehr zum Regelunterricht unter Beachtung von Hygienevorschriften als auch die einer zweiten Welle der Pandemie.

 

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news-39 Tue, 30 Jun 2020 18:19:33 +0200 GEW-KV Limburg tagt wieder https://www.gew-limburg.de/home/details/39-gew-kv-limburg-tagt-wieder/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a3d0f1b47a8b983643a7f83df1b63bda Nach drei Monaten Sitzungsstopp wegen Corona geht die Arbeit ab Juni 2020 weiter. Nach Ausbruch der Pandemie mussten die Sitzungstermine für März und April storniert werden; im Mai versuchten die Mitglieder des KV Limburg, eine Online-Sitzung einzuberufen, die aber mit erheblichen technischen Problemen verbunden war, sodass es bis auf eine Presseerklärung zur Krise sowie einige organisatorische Fragen keine grundlegenden Beschlüsse gab.

Erstmals fand deshalb am 29. Juni wieder eine Sitzung unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen statt, diesmal im Garten unserer Seniorenvertreterin Maxi Ritter, wo wir an frischer Luft die vorgeschirebenen Sicherheitsabstände einhalten konnten. Im Mittelpunkt unserer Gespräche stand natürlich die weitere Arbeit unter Corona-Bedingungen. Solange noch strenge Hygienemaßnahmen gelten, können wir keine Sitzungen im Rahmen von "GEW vor Ort" an den Schulen abhalten. In Erwartung neuer Stundenpläne fürs kommende Schuljahr müssen wir auch die Terminplanung noch offen halten; Sitzungen sollen künftig Mittwochs oder Donnerstags stattfinden; der erste Termin ist für Ende August oder Anfang September vorgesehen. Auch suchen wir noch nach geeigneten Sitzungsorten, um den Abstandsgeboten gerecht zu bleiben.

Der KV Limburg hofft sehr, dass der Bezug zum Arbeitsalltag aller Kollegen/innen im Kreis trotz der durch die Pandemie verurusachten eingeschränkten  Kontaktmöglichkeiten nicht verloren geht. Wir wünschen allen In Schulen und Kitas Tätigen eine schöne Sommerzeit und erholsame Ferien.

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news-35 Wed, 10 Jun 2020 15:46:00 +0200 Mitgliederfahrt nach Worms im September 2020 wird abgesagt https://www.gew-limburg.de/home/details/35-mitgliederfahrt-nach-worms-im-september-2020-wird-abgesagt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=337aac2068918f17085eced1a20e4435 Aufgrund der Covid-19-Pandemie musste die Mitgliederfahrt leider storniert werden Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es tut uns sehr leid, aber aufgrund der gegenwärtig noch immer unsicheren Lage auf dem Reisemarkt mussten wir die angemeldete Fahrt nach Worms stornieren, um bei kurzfirstiger Absage keine Stonrierungskosten tragen zu müssen. Wir hoffen jedoch, bald einen Ersatztermin für das nächste Jahr anbieten zu können.

Herzliche Grüße von Maxi Ritter und Jürgen Weil 

 

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Aktuelles
news-38 Thu, 28 May 2020 18:39:51 +0200 Karl Ludwig Bleicher verstorben https://www.gew-limburg.de/home/details/38-karl-ludwig-bleicher-verstorben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=537a7b3fcc5895d834b24d9c00aa49a2 Am 2. Mai 2020 ist unser langjähriges Mitglied Karl-Ludwig Bleicher im Alter von 82 Jahren verstorben. Ein Nachruf von Werner Röhrig. Karl Ludwig Bleicher, pensionierter Studiendirektor am HILF ist am 2. Mai 2020 im Alter von 82 Jahren verstorben. Er war 55 Jahre Mitglied in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und leitete 23 Jahre die Außenstelle des Hessischen Instituts für Lehrerfortbildung in Limburg. Dort hat er durch zahlreiche Impulse zum Aufbau und Erfolg der regionalen Lehrerfortbildung beigetragen. 

Karl Ludwig Bleicher wurde am 21.06.1938 als erster von vier Söhnen in Mainz geboren. Die Familie wurde in Mainz zweimal ausgebombt und zog nach Kriegsende nach Frankfurt. Das Interesse am Beruf des Lehrers wurde unter anderem über sein Engagement für Pfadfindergruppen geprägt.

In Frankfurt machte er sein Abitur und studierte dort anschließend an der Universität Pädagogik für das Lehramt an Volks- und Realschulen.

Nach dem Examen wurde er in Kirberg als Volksschullehrer angestellt und blieb bis 1976 an der neu gegründeten Mittelpunktschule in Dauborn als Pädagoge und Lehrer.

Seit 1974 engagierte er sich im Modellversuch Regionale Lehrerfortbildung in Limburg. Der Modellversuch wurde als Außenstelle des Hessischen Instituts für Lehrerfortbildung fortgeführt. – Die Fortsetzung verdankte die Lehrerschaft der Region nicht dem Kultusminister, sondern dem in Offheim beheimateten Finanzminister Heribert Reiz.

Nach einem Jahr als Hilfsreferent am Kultusministerium in Wiesbaden wurde er 1980 zum Leiter des Hessischen Instituts für Lehrerfortbildung - Außenstelle Limburg ausgewählt. Dieses Amt leitete er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2003.

Auf seinen Rat konnte man immer vertrauen und seiner Unterstützung sicher sein. Mit seinem feinen, oft hintergründigen Humor half er über so manche Schwierigkeit bei der Umsetzung komplexer Reformen hinweg. Die Auflösung des Hessischen Instituts für Lehrerfortbildung, nur zwei Jahre nach seiner Pensionierung, beurteilte er für einen großen Fehler.

Mit seinem Tod verlieren wir einen Zeitzeugen für ein voll ausgebautes und erfolgreiches Lehrerfortbildungsnetz in Hessen, das sowohl für die Länder der Bundesrepublik als auch die übrigen europäischen Staaten einmalig und vorbildlich war und ohne den Versuch, alternative Finanzierungsmöglichkeiten mit zu nutzen, dem Rotstift knapper Staatsfinanzen zu Beginn des 21. Jahrhunderts geopfert wurde.

Seiner Frau, seinem Sohn und seiner Familie übermitteln wir unser Beileid.

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Aktuelles
news-36 Wed, 05 Feb 2020 16:17:36 +0100 Keine Amateure in hessische Schulen – wir brauchen qualifizierte Lehrkräfte! https://www.gew-limburg.de/home/details/36-keine-amateure-in-hessische-schulen-wir-brauchen-qualifizierte-lehrkraefte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=165e9a60819b7d93a15aea079c460e0e Presseerklärung des KV Limburg zum Lehrkräftemangel:„Niemand würde sich von einer Krankenschwester am offenen Herzen operieren lassen!“ Nicht und nicht ausreichend qualifizierte Beschäftigte an hessischen Schulen produzieren Chancenungleichheit der Kinder und Jugendlichen – besonders in sozialen Brennpunkten. Die Betreuung und Anleitung dieser Personengruppe stellt für die Kollegien eine hohe zusätzliche Belastung dar, da oft versucht werde, Schlimmeres zu verhindern. Die hr-Journalistin Petra Bollmann-Boberg hatte sich für elf Wochen als „Aushilfslehrerin“ an einer Wiesbadener Brennpunktschule verdingt, um einen tieferen Einblick zu bekommen und hat diese Erfahrung und ihr Scheitern beeindruckend dokumentiert.

Dass der Einsatz von Aushilfskräften in Schule nötig geworden ist, ist das Ergebnis jahrelang verfehlter Bildungspolitik. Die GEW Hessen hat schon vor 15 Jahren Zahlen vorgelegt, dass nicht genügend Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet werden. Der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften wird in den kommenden Jahren sehr viel größer sein, als vom Kultusministerium angegeben: im Schuljahr 2022/23 bei 1450 und 2023/24 bei 1300 fehlenden Lehrkräften, während das HKM von ca. 600 ausgeht.

„Dass ausgerechnet die jüngsten Schülerinnen und Schüler – auf deren Lernanfang es besonders ankomme – in der Grundschulbildung um ihre bestmögliche Förderung und besten Chancen gebracht werden, wird von Regierungsseite billigend in Kauf genommen“, so Anna Held, Vorsitzende des GEW Kreisverbandes Limburg. „Schlimmer ist, dass Amateure als Quereinsteiger in Grundschulen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler beurteilen, teils ohne jegliche pädagogische Vorerfahrung“.

„Der Trend, dass Eltern ihre Kinder zunehmend in Privatschulen schicken, macht darüber hinaus sehr nachdenklich“.

Systematische Qualifizierungsangebote gibt es in Hessen nur für solche Lehrkräfte, die bereits ein Lehramt erworben, das heißt ein Erstes und Zweites Staatsexamen abgelegt haben und dort keine Stelle finden. Einen solchen Bewerberüberhang gibt es derzeit nur im Bereich des Lehramts für Gymnasien, in geringem Umfang bei einigen Fächern für das Lehramt an Haupt- und Realschulen. Diese Kolleginnen und Kollegen können eine Weiterbildung für die Lehrämter Grundschule und Förderschule absolvieren:

  • Für das Lehramt Grundschule dauert die Weiterbildung drei Jahre. Im ersten Halbjahr haben die Lehrkräfte keine Unterrichtsverpflichtung, in den nächsten beiden Jahren steigt sie auf 23 bzw. 23,5 Stunden und ausgerechnet im Prüfungssemester sogar auf 26,5 Stunden.

  • Für das Lehramt Förderschule dauert die Qualifizierung zwei Jahre bei einer Unterrichtsverpflichtung von 17,5 Stunden.

Bei einer erfolgreichen Teilnahme wird das Lehramt an Grundschulen bzw. Förderschulen erworben. Nach weiteren drei Jahren als Grund- oder Förderschullehrkraft besteht die Möglichkeit, mit dem zuvor erworbenen Lehramt wieder am Einstellungsverfahren für eine HR-Schule oder ein Gymnasium teilzunehmen. Aufgrund der geringen Bewerberzahlen und dem wachsenden Bedarf in den HR-Schulen und Gymnasien ist nicht mit einer Fortsetzung der Programme zu rechnen.

Auch die Durchführung der ersten Durchläufe ist bei den betroffenen Lehrkräften mit großem Ärger und massiven Belastungen verbunden. Die Beschwerden betrafen insbesondere den geringen Praxisanteil, die mangelnde Vorbereitung der Dozentinnen und Dozenten für diese neue Aufgabe, die weiten Anfahrtswege zu zentralen Veranstaltungen für ganz Hessen, die fehlende Verzahnung der Weiterbildungsangebote mit der schulischen Organisation, die extrem hohen Belastungen durch Hausarbeiten und die Kompensation von krankheitsbedingten Fehlzeiten durch zusätzliche schriftliche Aufgaben – und all das in Verbindung mit einer außerordentlich hohen Unterrichtsverpflichtung und der Einbindung in alle außerunterrichtlichen Verpflichtungen.

Ca. 5000 Beschäftigte in Hessens Schulen verfügen über kein Lehramt - statt dies billigend in Kauf zu nehmen, sollten qualifizierte Anreize - wie eine gleichwertige Bezahlung ausgebildeter Grundschullehrkräfte, wofür sich die GEW seit über 5 Jahren stark macht - endlich in Angriff genommen werden.

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news-34 Mon, 02 Dec 2019 11:40:20 +0100 Grundschulen am Limit – keine Amateure als LehrerInnenersatz! https://www.gew-limburg.de/home/details/34-grundschulen-am-limit-keine-amateure-als-lehrerinnenersatz/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fb6c35bec3bb35f619c3ff8f8b21fc6c Kreisvorstände der GEW Limburg und Oberlahn überreichen MdL Andreas Hofmeister (CDU) den grün-schwarzen Sparzwerg. Die Kreisverbände Limburg und Oberlahn der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen kamen in dieser Woche nicht mit leeren Händen zu Andreas Hofmeister (MdL der CDU Hessen) und dem Vorsitzenden des Schulausschusses Manuel Böcher: Sie überreichten einen schwarz-grünen Sparzwerg mit dem Schlusslicht Hessen und dem gepackten Koffer als Symbol für die Abwanderung von Grundschullehrkräften in andere Bundesländer, die bereits nach A13 zahlen, und der Botschaft, dass der Beruf Grundschullehrkraft auch in Hessen mehr Anerkennung und Wertschätzung erfahren muss. Statt einer beschönigenden Darstellung der Situation bedarf es angemessener Maßnahmen, um Grundschullehrkräfte für Hessen zu gewinnen! Eine Besoldung nach A 13 ist eine angemessene Maßnahme, die auch die mittelbare Diskriminierung des Frauenberufs „Grundschullehrkraft“ beheben würde“ , so Anna Held, Vorsitzende des GEW Kreisverbandes Limburg. In jedem Jahr ist für die GEW der 13. November der Tag, an dem die Bezahlung der Grundschullehrkräfte im Vergleich zu allen anderen Lehrämtern in Hessen rechnerisch endet. Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen werden in Hessen nach A 12 besoldet, während ihre Kolleginnen und Kollegen an allen anderen Schulen nach A 13 bezahlt werden. Gemessen an der Besoldungsgruppe A 13 arbeiten die Grundschullehrkräfte mit ihren geringeren Bezügen nach A 12 ab dem 13. November umsonst.

„Seit fünf Jahren führt die GEW Hessen eine Kampagne „A 13 für alle!“ durch, der sich andere GEW-Landesverbände angeschlossen haben. Diese Kampagne kann bereits einige Erfolge vorweisen: „Inzwischen haben sieben Bundesländer beschlossen oder angekündigt, Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern nach A 13 zu besolden oder ihnen EG 13 als tarifliches Gehalt zu zahlen“, berichtet Antje Barth, Vorsitzende des GEW Kreisverbandes Oberlahn.

Im Jahr 2019 steht Hessen im bundesweiten Vergleich der Grundschul-Besoldung abgeschlagen an 13. Stelle. Hinzu kommt, dass die Unterrichtsstundenverpflichtung in Hessen am höchsten ist.

Grundschullehrkräfte erhalten zum Berufseinstieg in Bremen ein um 7.823 Euro höheres Jahresgehalt. Sachsen bietet bezogen auf ein Berufsleben von 40 Jahren einer ledigen Lehrkraft rund 311.000 Euro mehr Gehalt als Hessen. Aber auch der Unterschied im Lebensarbeitszeiteinkommen zwischen Hessen und Bayern, beides A-12-Länder, fällt mit einer Differenz von rund 118.000 Euro deutlich aus.

Die GEW hat nachgewiesen, dass der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften an hessischen Schulen in den kommenden Jahren sehr viel größer sein wird als vom Kultusminister angegeben. Danach wird die Lücke zwischen dem Lehrkräfteeinstellungsbedarf und dem entsprechenden Lehrkräfteangebot im Schuljahr 2022/23 und 2023/24 bei 1.450 bzw. 1.300 liegen. Die Kultusministerkonferenz hatte für Hessen für die entsprechenden Schuljahre einen Lehrkräftemangel von gut 600 bzw. rund 400 Personen prognostiziert. Aus Untersuchungen des Hessischen Kultusministeriums ist bekannt, dass es schon jetzt Grundschulen gibt, an denen der Unterricht im Umfang von bis zu 20 Prozent von hierfür nicht ausgebildeten, sogenannten Vertretungslehrkräften gehalten wird! „Dass ausgerechnet die jüngsten Schülerinnen und Schüler in der Grundschulbildung um ihre bestmögliche Förderung und besten Chancen gebracht werden, wird von Regierungsseite billigend in Kauf genommen“, so Anna Held. „Schlimmer noch ist aber, dass Amateure als Quereinsteiger in Grundschulen eingestellt werden, die die Leistungen der Schülerinnen und Schüler beurteilen, teils ohne jegliche pädagogische Vorerfahrung. Da können nur qualifizierte KollegInnen herbei springen und das Schlimmste verhindern.“

Ob Herr Hofmeister die Forderung der GEW, die Besoldungsanpassung auf A13 - und damit die Wertschätzung und Gewinnung der Grundschullehrkräfte in Hessen zu stärken - vehement in Wiesbaden vertreten wird, steht dahin, die berechtigten Sorgen durch Überlastung von Aufgabenfeldern wie der Inklusion u.a. habe er aber „sehr wohl wahrgenommen“.

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news-33 Thu, 07 Nov 2019 14:38:36 +0100 Amtierender Kreisvorstand im Amt bestätigt https://www.gew-limburg.de/home/details/33-amtierender-kreisvorstand-im-amt-bestaetigt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e874c254d01ad3732da3d91b01cad172 Informatives Referat über Digitalisierung in Schulen und Wahlen zum neuen KV im Mittelpunkt der diesjährigen Hauptversammlung. Kinder und Jugendliche erwerben ihr Wissen über die Welt nicht mehr primär in der Schule, sondern durch soziale Netzwerke, Lernplattformen, Online-Lexika, usw.  .... Um überleben zu wollen, muss Schule sich neu positionieren und weiterentwickeln."
Rainer Wiederstein,
rainerwiederstein.de

In einem eindrucksvollen Referat schilderte Rainer Wiederstein, Leiter des Medienzentrums Limburg, die gravierenden Folgen der Digitalisierung, die alle Lebensbereiche der modernen Gesellschaft durchdringt und auch vor den Schulen nicht haltmacht. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Lehrer/innen noch mit dem Umgang eines 16mm-Filmprojektors vertraut machen mussten, um zu "besonderen" Anlässen den Unterricht mit Filmen anzureichern. Dowmload von Filmen oder smarte E-Tafeln sind aber nur winzige Bausteine in der digitalen Welt, in denen heutige Schülergenerationen aufwachsen, und die Lehrerinnen und Lehrer hätten noch gar keine rechten Vorstellungen davon, wie sie den digital veränderten Wahrnehmungsstrukturen ihrer Klientel überhaupt begegnen sollen. So konzentrierte sich der Referent vor allem auf die Gefahren, die das Internet für die Kids darstellt: Cybermobbing, Pornografie, Ego-Shooter, Fake-News, sind nur einige Stichworte, mit denen sich Schule befassen muss. Wie man diesen neuartigen Heruasforderungen am besten begegnet, konnte der Referent in der Kürze der Zeit kaum vermitteln. Fest steht in seinen Augen, dass der Ausbau der Hardware an den Schulen eher als drittrangig anzusehen ist. An erster Stelle dagegen stehe die umfassende Weiterbildung der Lehrer/innen und die Erarbeitung verbindlicher Konzepte zur Medienbildung, wofür viel mehr Mittel bereitgestellt werden müssten als in den Ausbau der Geräte. Ein Computerraum sei im Grunde so überflüssig wie vor wenigen Jahren noch eingerichtete Sprachlabore.

Im Anschluss an das überaus beeindruckende Referat ehrte der Vorstand des Kreisverbands langjährige Mitglieder, stellte den Tätigkeitsbericht der vergangenen 12 Monate vor. Es erfolgte der Kassenbericht sowie der Bericht der Kassenprüfer, in dem der Schatzmeisterin Ingrid Hoin-Radkovski für die korrekte Kassenführung und die anschauliche Darstellung der Einnahmen und Ausgaben ausdrücklich gedankt wurde. Einstimmig wurden Vorstand und Schatzmeisterin entlastet, worauf die Neuwahl des Vorstandes erfolgte. Die bisherigen Mitglieder des GV stellten sich erneut zur Wahl, und da es keine Gegenvorschläge gab, erfolgte die Wahl im Block. Die einzige Änderung besteht darin, dass Sibylle Herfurth im Vorsitzendenteam nun durch Daniela Pfeiffer ersetzt wird. Als Grundschulreferentin bleibt Sibylle dem Vorstand jedoch erhalten. Alle anderen Mitglieder bleiben in ihren bisherigen Funktionen.

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news-31 Thu, 07 Nov 2019 14:37:00 +0100 70 Jahre Mitglied der GEW https://www.gew-limburg.de/home/details/31-70-jahre-mitglied-der-gew/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9623152df698760483dc54f1f09f35de GEW-KV Limburg ehrt Karl Ohlemacher während der diesjährigen Hauptversammlung Trotz seines hohen Alters von 94 Jahren ließ es sich GEW-Senior Karl Ohlemacher nicht nehmen, zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 28.Oktober zu erscheinen, um aus den Händen der Vorsitzenden Anna Held die Ehrenurkunde und einen Präsentkorb anlässlich seines Rekordjubiläums in Empfang zu nehmen. In bewegenden Worten blickte er auf seine aktive Zeit im Vorstand des Kreisverbands zurück und rief die Mitglieder dazu auf, der GEW weiterhin die Treue zu halten.

Zwei weiteren Mitgliedern konnte zum fünfzigjährigen Jubiläum gratuliert werden: Wieland Buchner und Wolfgang Ritter.

Leider nicht erscheinen konnten die folgenden Jubilare, deren Treue zur GEW aber nicht unerwähnt bleiben sollen:
60 Jahre: Christa Jung
55 Jahre: Christa Gabler
50 Jahre: Lisel Schorr, Klaus Kraft,
40 Jahre: Marianne Schober-Wick

 

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news-32 Thu, 07 Nov 2019 13:39:21 +0100 Gewerkschaftler auf den Spuren der Römer unterwegs an der Mosel https://www.gew-limburg.de/home/details/32-gewerkschaftler-auf-den-spuren-der-roemer-unterwegs-an-der-mosel/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=88446f03d0d1a9dff2b58b9f0b2a4ad7 Eine Zeitreise hat 26 Mitglieder der GEW Oberlahn und Limburg am 19. und 20.Oktober 2019 bis in die Antike geführt. Auf der Fahrt entlang der Mosel führte zunächst ein Abstecher ins Mittelalter. Von Interesse war die über achthundertjährige Geschichte der Burg Eltz mit ihrer einzigartigen Architektur, die alle denkbaren Baustile bis ins 17. Jahrhundert repräsentiert. Ihre historischen Einrichtungen und die berühmten privaten Schatzkammern wurden bei einer Burgführung lebendig vorgestellt. Schon die kleinen Wanderungen zur Ritterburg, auf einem 70 Meter hohen Felskopf in einem malerischen engen Seitental der Mosel gelegen, und zurück zum Waldparkplatz waren ein Erlebnis.

Auch die sich später anschließende Führung durch das Weingut Rademacher in Cochem war ein Streifzug durch Jahrhunderte der Geschichte des Weinanbaus in den Steilhängen des Moseltals. Die Winzerfamilie informierte besonders über die heutigen modernen Formen des umweltschonenden Weinbaus, die Besonderheiten der Klimaverhältnisse in den idealen Schiefer-Verwitterungsböden und über neue Erkenntnisse zum fachmännischen jährlichen Rebbeschnitt.

In den Kellern und bei der obligatorischen Weinprobe erfuhren die Lehrer, in der Mehrzahl eigentlich erfahrene Pensionäre, noch viel Neues über das Abpressen der Trauben und über die Bedeutung langsamer Gärprozesse. Eine Wissenschaft für sich, spürten die Zuhörer, besonders die Feinheiten bei der Herstellung von Wein, Sekt und Spirituosen, laut einem römischen Sprichwort „ein Geschenk der Götter“.

Nach Weiterfahrt im Reisebus und Ankunft in einem Trierer Hotel nahe dem Wahrzeichen von „Augusta Treverorum“, der Porta Nigra, stand auch mancher Moselwein auf den Tischen des Restaurantes, in dem in gemütlichen Runden der erste Tag seinen kulinarischen Abschluss fand. Bei der Reise in die Vergangenheit am zweiten Tag kam die Reisegruppe an neun Unesco-Welterbestätten der ältesten Stadt Deutschlands vorbei. Die Porta Nigra zum Beispiel gilt als das am besten erhaltene Stadttor nördlich der Alpen, von den Römern vermutlich als „Mainzer Tor“ bezeichnet und erst seit dem Mittelalter als „Schwarzes Tor“.

Vorbei ging es an Römerbrücke, Konstantin-Basilika, Amphitheater oder den Barbarathermen. Die Kaiserthermen und der Trierer Dom standen im Mittelpunkt längerer Erkundungen und der fachkundigen Vorträge einer ungewöhnlich gut vorbereiteten, flexiblen Stadtführerin mit umfassendem Hintergrundwissen. Sie erhielt zu Recht anhaltenden Beifall am Ende des verlängerten Rundgangs.

Den Abschluss bildete ein Besuch des Karl-Marx-Hauses. Vor allem die Lehrer für Politik und Geschichte waren angetan von der modernen Form der Präsentation des Lebens und Wirkens eines berühmten Philosophen und Revolutionärs, der die Welt nicht nur erklären, sondern verändern wollte und bis heute dafür Begründungen liefert.

Jürgen Weil

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news-30 Tue, 20 Aug 2019 10:28:35 +0200 Esther Bejarano & Microphone Mafia https://www.gew-limburg.de/home/details/30-esther-bejarano-microphone-mafia/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5046de8fb2f4732dd6891769af0afa73 18.Oktober 2019, 19:30 im Bürgerhaus Elz: Eine Auschwitz Überlebende und eine Rap-Band, präsentiert vom Verdi.-KV Limburg, mit Unterstützung des GEW-KV Limburg und dem DGB. JETZT GRATIS-KARTEN SICHERN!  Esther Bejarano ging durch die Hölle von Auschwitz und Ravensbrück, ihre Kinder Edna und Joram konnten und können den ungebrochenen Antisemitismus in der bundesdeutschen Mehrheitsgesellschaft am eigenen Leibe spüren. Seit vielen Jahren treten die Bejaranos mit zwei anderen Musikern als Gruppe „Coincidence“ auf. Ihr Programm „Lider far´s Leben“ besteht zu einem Teil aus Liedern in jiddischer Sprache, die in den Ghettos und KZs entstanden sind.
Darin drückt sich Esther Bejaranos Herkunft, Geschichte und Selbstverständnis als Jüdin aus. Der zweite Teil des Programms beschäftigt sich mit der Gegenwart: Ausgrenzung, Rassismus, Gewalt und Krieg werden anhand von Stücken von Bertold Brecht, Nazim Hikmet oder Mikis Theodorakis thematisiert.
Die Texte werden im Original vorgetragen, mindestens acht Sprachen – neben deutsch – bringen die beiden Bejarano-Frauen bei ihren Auftritten zu Gehör: jiddisch, hebräisch, ladino, russisch, romanes, türkisch, griechisch und englisch, manchmal kommt noch spanisch oder italienisch dazu. Damit wollen sie ihr Verständnis von Völkerfreundschaft und -verständigung ausdrücken.

Rosario Pennino, Kultu Yurtseven und Önder Bardakci sind typische „Jugendliche mit Migrationshintergrund“: aufgewachsen im Kölner Arbeiterviertel wurden und werden sie zeitlebens mit Rassismus konfrontiert. Ihre Erfahrungen verarbeiten sie in ihren Musikstücken. Seit zwanzig Jahren sind sie als Microphone Mafia unterwegs und rappen auf türkisch, neapolitanisch und Kölsch.

Eintritt nur mit kostenloser Eintrittskarte
Einlass 19 Uhr
Karten gibt es: Im ver.di Büro, Westerwaldstr. 11-113, 65549 Limburg,
nach vorheriger telefonischer Rücksprache unter 06431 284455
oder per Email: verdi-limburg@gmx.de
oder beim KAB Diözesanverband Limburg e.V., Graupfortstraße 5, 65549 Limburg, Telefon: 06431 997 421 , E-Mail: kab@bistumlimburg.de
Auch gegen frankierten Rückumschlag.

Restkarten gibt es am Veranstaltungsort
Flyer

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